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Die Gemeinde St. Michael / Schlosskirche

Die Schlosskirche
 
"Der wahren Kirchen thür ist Christus deßen Geist durchs Wort Tauff Abendmahl zur Seligkeit uns weißt"

 
Diesen schönen Spruch findet der Besucher rechts vom Eingang zur Kirche im Schlosshof über dem alten Grimmensteinportal. In der Kirche fällt der Blick wohl zuerst auf das Altarbild (Jesus segnet die Kinder) aus dem 19. Jahrhundert vom Gothaer Hofmaler Paul Emil Jakobs stammend. An der Westseite die Büste Ernst des Frommen, des Erbauers der Kirche, verabschiedet gleichsam den Besucher beim verlassen des Gotteshauses. Darüber ist eine schwarze, von zwei Engeln gehaltene Tafel angebracht mit dem Wahlspruch des Fürsten: In silentio et spe. Durch Stillsein und Hoffen werdet ihr stark sein ( Jes. 30,15).

Noch im Dreißigjährigen Krieg- 1646- wurde die Kirche geweiht.

 

Bis heute ist die Gemeindekirche, obwohl Gottesdienste nur noch zu besonderen Anlässen und natürlich an den Höhepunkten des Kirchenjahres stattfinden, geöffnet. Trauungen, Taufen, Trauungsgedenkfeiern u.a. sind im Sommerhalbjahr häufig. Etwa 15 Tausend Menschen besuchen von April bis September das Gotteshaus, wenn mittwochs bis samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet ist. Sie schauen sich um, halten Einkehr oder legen auch nur eine Verschnaufpause beim Rundgang durchs Schlossgelände ein.

 

Regelmäßige Gottesdienste der Schlossgemeinde und verschiedene Kreise für Jung und Alt sind im Gemeindehaus St. Michael in der Südstrasse. 4a ( vom Südausgang des Hbf. 500m westlich) angesiedelt. Eine Besonderheit des dortigen Kirchensaals besteht darin, dass an gleicher Stelle, wo sich bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts die Theke einer Betriebskantine befand, nun der Altar steht: Statt geistiger Getränke damals nun das geistliche Wort heute !
 
 

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